Der 1. Neumond des Jahres - Steinbock
Warum Selbstregulation wichtiger ist als Selbstdisziplin oder Gute Vorsätze – und warum sie oft am Nervensystem scheitern
Der erste Neumond des Jahres steht im Sternzeichen Steinbock.
Steinbock steht für Struktur, Disziplin, Verlässlichkeit, Verantwortung –
und für die Fähigkeit, etwas langfristig aufzubauen.
Gerade zum Jahresanfang greifen wir diese Qualität gern auf.
Wir fassen Vorsätze, formulieren Ziele, getragen von dem Impuls,
etwas verändern zu wollen.
Das ist grundsätzlich wertvoll.
Es zeigt die Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen
und das eigene Leben bewusst zu gestalten.
Und doch übersehen wir dabei häufig etwas Wesentliches:
Nicht alles, was wir „loswerden“ wollen, ist falsch
Vieles von dem, was wir verändern möchten,
hatte einmal eine Funktion in unserem Leben.
Gewohnheiten, Muster und Strategien entstehen nicht zufällig.
Sie waren Antworten auf Anforderungen, auf Überforderung,
auf bestimmte Lebensphasen.
Sie haben uns geholfen, mit dem Leben klarzukommen –
auch dann, wenn sie sich heute nicht mehr stimmig anfühlen.
Erschöpfung ist kein Fehler
Erschöpfung, innere Unruhe oder das Gefühl von Überforderung
sind keine Defizite, die es zu beheben gilt.
Sie sind Signale.
Hinweise darauf, dass unser System nach Orientierung,
Sicherheit oder Entlastung sucht.
Nicht nach noch mehr Disziplin.
Sondern nach Kontakt.
Warum gute Vorsätze oft scheitern
Viele gute Vorsätze scheitern nicht an mangelnder Willenskraft.
Sondern daran, dass sie ausschließlich aus dem Kopf entstehen.
ohne Rückbindung an den Körper
ohne Kontakt zum Nervensystem
ohne echtes Spüren dessen, was gerade möglich ist
Selbstregulation beginnt dort,
wo wir aufhören, gegen uns zu arbeiten.
Wo wir beginnen wahrzunehmen,
was tatsächlich da ist –
ohne es sofort verändern zu wollen.
Yoga als Praxis der Selbstwahrnehmung
Yoga kann hier ein wertvolles Werkzeug sein.
Nicht als Methode zur Selbstoptimierung,
sondern als Praxis der Selbstwahrnehmung und Stabilisierung.
Zur Erdung und Regulation eignen sich besonders:
Nadi Shodana – Wechselatmung zur Beruhigung des Nervensystems
Stehende Haltungen & Balancen
wie Krieger I oder Baum für Stabilität und Ausrichtung
Ätherische Öle zur Unterstützung:
Patchouli – um im Körper anzukommen
Black Spruce – für innere Stabilität
Zitrone – für Fokus und Klarheit
Selbstregulation bedeutet nicht,
alles „im Griff zu haben“.
Sie bedeutet, den eigenen Zustand ernst zu nehmen
und von dort aus zu entscheiden,
was gerade sinnvoll ist – und was nicht.
Vielleicht ist dieser Neumond im Steinbock genau dafür da:
nicht um mehr Disziplin aufzubringen,
sondern um innere Stabilität zu kultivieren.
Nicht um neue Vorsätze zu formulieren,
sondern um zu spüren, was dich wirklich trägt.
Selbstregulation lässt sich nicht theoretisch „verstehen“.
Sie entsteht im Körper.
Im Erleben von Halt, Rhythmus und Sicherheit.
In einem Raum, in dem du nichts leisten musst –
sondern dich orientieren darfst.
Genau dafür habe ich das Day Retreat zum Neumond am 18.01. 2026 in Bröllin gestaltet.
Ein Tag, der dich aus dem inneren Optimierungsmodus herausführt und zurück in eine klare, verkörperte Präsenz bringt.
Mit stabilisierender Yoga-Praxis, Visionboard, Yin Yoga & Soundbath und einem bewussten Innehalten im Rhythmus dieses besonderen Neumondes.
Wenn du spürst, dass gute Vorsätze dich eher unter Druck setzen als unterstützen –
und du dir stattdessen echte Erdung, Regulation und innere Klarheit wünschst,
dann ist dieses Retreat eine Einladung, genau dort anzusetzen.
👉 Alle Informationen & Anmeldung findest du hier:
Vielleicht ist dieser Neumond genau dafür da:
nicht um etwas zu erreichen,
sondern um anzukommen.
Im Körper.
Im Moment.
Bei dir.